February 28, 2011

I'm on the run looking for the sun, taking a ride to the sunny side.

Hiermit verabschiede ich mich offiziell von allen Begleitern und Neugierigen, die meinen Blog gefunden haben. Die Tatsache, dass die Regelmäßigkeit der Blogeinträge in letzter Zeit enorm abgenommen hat, weist schon darauf hin, dass ich vieeeeel zu tun hatte und habe. Ich sitze gerade im Minibus auf dem Weg von Crystal Palace, Südlondon, zurück nach Royal Leamington Spa, Westmidlands. Vor einigen Wochen haben wir den Einzug in’s Wasserball-Halbfinale der zweiten Liga der britischen Universitäten geschafft. Diesen Sonntag war es dann und ich musste meine Karten für das Eishockeyspiel Coventry gegen Blaehead loswerden. Letztes Jahr war das Halbfinale auf zwei Tage verteilt; dieses Jahr haben die Organisatoren knallhart entschieden, dass drei Stunden genug sind. Wir vier Teams Warwick, Cardiff, Exeter und London Imperial haben also drei Spiele hintereinander und jeweils nebeneinander mit 10 Minuten Pause dazwischen gespielt. Nach einem schlechten Start haben wir das zweite Spiel locker gewonnen und leider das dritte knapp verloren, sodass wir nun in der zweiten Liga bleiben. Aber das ist in Ordnung, denn wir haben alle gut gespielt und ich war erstaunlich gut dafür, dass ich seit Weihnachten nur etwa fünf mal trainiert habe. Ich habe zwei von zwei Strafstößen gehalten und das passiert einem Torwart nicht oft! Meine restliche Zeit verbringe ich nach wie vor hauptsächlich mit TEDxWarwick 2011 (-> tedxwarwick.com). Es wird diesen Samstag stattfinden und es wird gigantisch. Unser Team ist absolut unglaublich und alle stecken so viel Zeit und Mühe in das Event. Wir werden auch sehr vom Warwick Communications Office unterstützt und zusammen setzen wir alles daran, dass eins unserer Videos von den Reden auf ted.com erscheint. Parallel zum Blogschreiben lerne ich auch gerade noch meine Rede auswendig und es steigen mir Tränen in die Augen zu sagen „This marks the end of a long journey.“. Ich habe so viel gelernt seit dem Beginn des Organisierens letzten April und werde die große Verantwortung und den enormen Druck vermissen. Ich hoffe sehr, dass wir Koordinatoren für TEDxWarwick 2012 finden, die das ganze zu noch einem höheren Level bringen. Wir haben eine fantastische Basis dafür gebildet. (Interessenten für unser Sponsoring bitte bei mir melden :)!) Es ist immer wieder Wahnsinn, wenn man realisiert, dass 35 Leute ein knappes Jahr lang von 4 Stunden pro Woche bis zu 4 Stunden pro Tag investieren, um eine Konferenz zu organisieren, die einen Tag lang stattfinden wird. Na, und ansonsten lerne ich ganz fleißig. Ich versuche am Ball zu bleiben bei den Modulen, die ich in diesem Trimester habe und gleichzeitig hole ich einiges von dem nach, was ich letztes Trimester nicht geschafft habe, lese ein paar aktuartheoretische Papiere und schreibe Bewerbungen. Dann arbeite ich noch bei ein paar Warwick Mathematics Institute Open Days und erkläre Schulkindern, dass sie unbedingt in Warwick Mathe studieren sollen und ich kümmere mich um die Finanzen des Mathevereins. Es gibt momentan einen T-Shirt-Design-Wettbewerb, bei dem es darum geht sich einen guten Mathewitz auszudenken oder ein schönes mathematisches „Bild“ zu finden, welches dann Motiv der Mathe-Society-T-Shirts und –Pullover wird – das nur am Rande, falls jemand interessiert ist :). Vor ein paar Wochen sind Matthias und ich ganz spontan nach Bristol gefahren, um das Meer zu riechen; letzte Woche war Susi aus Dresden da; und dann ich war für drei Tage mit Lloyd in Amsterdam, was alles einen guten Ausgleich zum Warwick-Stress gebildet hat. Dieses Jahr werde ich nicht auf die berühmte Schwimmtour fahren, obwohl es nach Berlin geht. Anstatt verbringe ich zwei Wochen in Deutschland und werde Zukunftspläne austüfteln :). Danach geht’s für zweieinhalb Monate an die Arbeit. Im Juli ist meine graduation, bei der alle Absolventen diese Harry Potter-Umhänge und Kappen tragen müssen. Und dann? Mal schauen, was sich so bietet :).

Für alle, die diesen Blog hier verfolgen, weil sie auf irgendwelche nützlichen Hinweise bezüglich des Studiums in Warwick hoffen: Ich bereue meine Entscheidung keine Sekunde lang (obwohl ich Warwick noch nicht mal gesehen hatte, bevor ich mich dafür entschieden habe!). Warwick ist das beste, was mir passieren konnte und ich werde die Uni mit einer Träne im Knopfloch verlassen. Hier sind die beeindruckendsten Menschen versammelt, die ich je kennengelernt habe und mit der Gewissheit, dass ich eine gigantische Zeit hier verbracht habe (und hey, einige Monate kommen ja noch!), bin ich jetzt bereit einen neuen Platz in der Welt zu meinem (ach herje, mittlerweile vielleicht) fünften Zuhause zu machen.

Für alle, die meine Liebe zu Warwick nicht überredet, schreibt mir und ich werde euch davon überzeugen, dass hier the place to be ist. Ich beantworte gerne alle Fragen rund um Warwick und um’s Mathestudium hier.

Für alle, die diesen Blog hier verfolgen, weil sie ein bisschen Fernweh haben: Reist so viel ihr könnt, schnuppert die Luft der weiten Welt und dann kommt zurück in die Heimat und betrachtet alles mit anderen Augen und mit einem Verständnis und einer Anerkennung für Sachen, die vorher seltsam oder selbstverständlich waren.

Für alle, die diesen Blog hier verfolgen, weil sie nach Inspirationen suchen: Seht euch die TED talks auf ted.com und unsere TEDxWarwick 2011 talks auf tedxwarwick.com an. Die dort eingeladenen Redner schaffen es immer wieder auf verblüffende Weise dich zu motivieren, dich zu inspirieren und dir das Vertrauen zu geben, dass es nur einer Idee und den Austausch mit deinen Mitmenschen bedarf, um die Welt zu verändern.

October 31, 2010

Brilliant.

Get zu Google Maps, Route berechnen.

A: Japan - B: New York

Lest Punkt 27.


October 30, 2010

In England gibt es Stollen. Importiert. Aus Deutschland. Hurra.

Ist es ein bisschen zu früh meinen Hintergrund auf Weihnachten umzuschwenken? Mhhh... immerhin gibt es schon seit Ende August Adventskalender und Lebkuchen in den Läden und seit einer Woche verbinden Lichterkränze die Häuser der Parade, der "Pracht"straße Royal Leamington Spas. Weihnachten verfolgt mich einfach.


Regina vs Adams

So, für den Ray und andere, die ihre Mittagspause mit Bloglesen füllen wollen: Hier kommt der gewünschte Beitrag zur Aufklärung der Menschheit durch die Mathematik/Statistik.

Wir schreiben das Jahr 1996. Eine Frau wird vergewaltigt. Der Polizei beschreibt sie den Täter als etwa zwanzigjährigen Mann. Die Polizei findet DNA-Spuren am Tatort und untersucht alle Anwohner. Sie findet Denis Adams, dessen DNA mit der des Täters überein stimmt, und verhaftet ihn. Es kommt zu einer Gegenüberstellung, bei der die Frau Denis nicht erkennt und auch die Frage verneint, ob Denis dem Täter ähnlich sähe (da sie, unter anderem, Denis auf 40 Jahre alt schätzt - er ist 37). Zudem hat Denis ein glaubwürdiges Alibi für die Tatnacht.

Die Staatsanwaltschaft erklärt die Verhaftung damit, dass nur in 1 in 200 Millionen Fällen zwei Personen die gleiche DNA haben. Die Verteidigung bezweifelt dies und nennt eine Zahl von 1 in 20 Millionen oder sogar 1 in 2 Millionen. Professor Peter Donnelly von der Oxford University emphiehlt Bayesian Analysis zu benutzen. Dabei wird das Verhältnis berechnet zwischen der Wahrscheinlichkeit, schuldig zu sein angesichts von Hintergrundinformationen und Beweismaterialien, und der Wahrscheinlichkeit, unschuldig zu sein angesichts von Hintergrundinformationen und Beweismaterialien. Ersteres zum Beispiel ist das Produkt der Wahrscheinlichkeit schuldig zu sein angesichts von Hintergrundinformationen und der Wahrscheinlichkeit der Beweismaterialien, angenommen derjenige ist schuldig und es liegen Hintergrundinformationen vor. Das ist nicht so eindeutig, wie es sich vielleicht anhört. Viele Menschen glauben, dass die Wahrscheinlichkeit, unschuldig zu sein, angesichts von Hintergrundinformationen und Beweismaterialien (also "Wie wahrscheinlich ist es, dass Denis unschuldig ist, angesichts der gleichen DNA, aber einem Alibi?"), die gleiche ist wie die Wahrscheinlichkeit der Hintergrundinformationen und Beweismaterialien, angenommen derjenige ist unschuldig (also "Wie wahrscheinlich ist es, dass zwei Menschen die gleiche DNA haben und jemand ein Alibi hat, angenommen derjenige ist unschuldig?". Das ist allerdings NICHT der Fall! Die Jury will aber keine "hohen" statistischen Methoden anwenden und Denis wird schuldig gesprochen. Er legt Berufung ein. Das Berufsgericht merkt an, dass der Jury im ersten Prozess nicht gesagt wurde, wie sie den Fall handhaben sollten, wenn sie nicht Bayes' Rule einsetzen wollten, und so kam es zum Wiederaufnahmeverfahren. Auch hier wird Denis verurteilt und ein zweites Mal legt er Berufung ein. Diesmal wird ein Wiederaufnahmeverfahren aber abgelehnt.

Denis hatte einen Halbbruder, der Mitte 20 war, in der gleichen Stadt wohnte und dessen DNA nie getestet wurde. Natürlich hat die Wahrscheinlichkeitsrechnung mit 1 in 200 Millionen den Fakt nicht berücksichtigt, dass der Täter ein naher Verwandter des Verdächtigen sein könnte.





October 08, 2010

Oh yes.

Willkommen im Leben der Sina. Wir schreiben das Jahr 2010 - in weniger als drei Monaten ist schon Weihnachten - und wir befinden uns im verregneten Land der Königin, in der Nähe des kleinen Städtchens Stratford upon Avon, wo vor vielen Jahrhunderten ein gewisser Mr Shakespeare das Licht der Welt erblickte. In diesem Land, wo die Straßenlaternen gelb statt weiß leuchten, die Menschen 10 Tassen schwarzen Tee mit Milch pro Tag trinken und das Anstehen in der Schlange im Blut haben, hier also lebe ich nun schon seit zwei Jahren und ein weiteres beginnt jetzt. Ich schaue nach draußen, es stürmt und schüttet, die Blätter des am Hause sich hochrankenden Efeus klatschen gegen die Fensterscheibe und es ist so dunkel, dass man das Licht anmachen muss, obwohl es gerade erst Mittag ist. Ich sitze im Warmen, in High Wycombe, einem Vorort von „The City“, London, in dem die Leute wohnen, die morgens mit der Underground im Gewühl und bei stickiger Luft zu ihrem Büro fahren und abends nach einem Abstecher im Pub mit Kollegen wieder im Gewühl nach Hause fahren, um dann hier, in High Wycombe, ein bisschen unechte Landluft schnuppern zu können und einmal im Monat ihre Anziehsachen auf der Wäschespinne im Garten lufttrocknen können. Hier also bin ich, ausgeschlafen, habe soeben den Film Borat geschaut und fand ihn nicht so witzig wie es alle Welt sagt, bin momentan noch vom Internet abgeschnitten, muss meine Zeit deswegen auch nicht im grausigen Facebook verbringen, kann aber auch genauso wenig an meinen Bewerbungen weiterarbeiten, und entspanne mich. Es ist die Ruhe vor dem Sturm. In zwei Tagen stoße ich die Tür auf zu unserem Haus in Royal Leamington Spa und werde zwei neue Mitbewohner begrüßen. So neu sind die allerdings gar nicht, denn Lotte, Lesedi und ich haben schon im ersten Jahr unsere Tocil-Wohnung mit ihnen geteilt. Und in drei Tagen stoße ich dann die Tür auf zur University of Warwick, Bachelor of Science in Mathematik, Jahr 3. Bis heute hatte ich einen prima Sommer. Eine Woche britischen Gast durch die schönen Gassen Bonns und Kölns und durch die erfrischenden Wasser des Rheins ziehend, zwei Monate Praktikum und ständiges Verlaufen im riesigen Bürogebäude, drei Wochen lang grandiosen Urlaub auf den griechischen Inseln, dort in jeglicher Hinsicht Finanzspritzen in die griechische Gesellschaft pumpend und dabei den wunderbaren Sonnenuntergang von Santorini genießend (Übrigens, Mama: Ich bin hier, in diesem Minidorf, wo ich gerade bin, gestern an einem „Santorini Greek Restaurant“ vorbeigekommen. Also wenn das nicht genauso ist, wie wenn man auf Kos das Buch vom deutschen David Precht aufschlägt und etwas über Naxos liest, dann weiß ich auch nicht!) und zwei Wochen lang von den Großeltern bekocht. Was will man mehr. Nun setze ich gut erholt und gesättigt meine akademische Reise zum Zahlenjongleur fort.

Hab ich schon einmal von der hohen Dichte an polnischen Supermärkten in England berichtet? Ja, in London, in den Londoner Vororten, sogar hier in Royal Leamington Spa. Auf Welt-Online habe ich soeben gelernt, dass laut Home Office seit der EU-Erweiterung Mai 2004 bis zum Frühjahr 2007 rund 70.000 Slowaken und 400.000 Polen nach Großbritannien eingewandert sind. Sehr enttäuschend allerdings: Es gibt keine Obladen in dem polnischen Laden in Leam. Dafür gibt es süße Sahne aus der Tube. Das macht mich auch glücklich.

Ich könnte wetten, dass auch die Dichte der Deutschen in Warwick steigt. Nach wie vor sind es nicht allzu viele (sprich einer), die jetzt in Mathe anfangen. An der Warwick Business School hingegen wimmelt es nur so von Deutschen, aber auch unter den Dozenten in der mathematischen Fakultät gibt es unheimlich viele Deutsche. Ich kann sie riechen und habe auf der Societies Fair gestern alle Deutschen richtig erkannt, sogar so einen kleinen Jungen, der schon in England Abitur gemacht hat und jetzt seit zwei Jahren Computer Science mit Business Studies oder so etwas studiert. Einem Österreicher habe ich leider einen deutschen Akzent unterstellt, aber er war nicht verletzt. Irgendwelche Deutschstudenten wollten, dass ich in die German Society eintrete und als ich gesagt habe, dass ich deutsch bin, waren sie ganz verwirrt, weil ich so einen Kauderwelsch-Akzent habe. Übrigens wird es noch laaaange dauern, bis der verschwindet. Ich habe mich mit dem einen Dozenten unterhalten und der ist jetzt schon seit mehreren Jahren in England, sein Sohn kann akzentfrei Englisch, weil er ja hier zur Schule geht, aber er selbst hat noch einen ziemlich extremen deutschen Akzent. Und der andere Dozent, der mich jetzt unterrichtet, wirft einfach manchmal deutsche Wörter mit in die Vorlesung ein, wie zum Beispiel "Erstens" oder "Analogie". Lustig.

Unser Costcutter (kleiner Supermarkt) auf dem Campus wurde umgebaut. Nun befindet sich nicht nur ein Bäcker und Nudelmann im Supermarkt, sondern durch das Umräumen ist es auch so gekommen, dass man nun am Eingang ausschließlich mit chinesischem Essen und Pot Noodles (eine Art chinesische 5-Minuten-Terrine) empfangen wird, was ich etwas seltsam finde.

X-Faktor wurde ja jetzt von den Deutschen aus England geklaut. Ich weiß auch warum: In Deutschland erwartet man den gleichen Hype wie in England. Es ist unglaublich: Sogar englische Jungs schauen diese Sendung (genauso wie Britain's Got Talent übrigens) und es ist der Anlass zu einem wunderbaren Get-together: Die Leute treffen sich, kochen zusammen und ziehen sich dann diesen Mist rein. Unglaublich. Manchmal muss ich auch. Aber nur aus Geselligkeit.

Wie das so ist... 18.000 Studenten auf dem Campus der University of Warwick, vor allem in der ersten Woche, wo wirklich alle noch ganz aufgeregt sind und keiner schläft, weil so viel zu tun ist und es so viele neue Leute gibt, die man kennen lernen muss. Innerhalb einer Stunde auf dem Campus also treffe ich die Birte, mit der ich in Dresden in die 5. und 6. Klasse gegangen bin. Ich wusste zwar, dass sie ein ERASMUS-Jahr in Warwick macht, aber wie hoch ist denn die Wahrscheinlichkeit sie zu treffen? Nicht hoch.

In wenigen Stunden fahre ich nach London, um dann morgen dort Mumford & Sons zu sehen. Oh, wie ich mich freue.

Was mich hier sehr nervt, ist, dass überall (nicht nur im alltäglichen Sprachgebrauch, sondern auch auf offizieller Seite) gleichzeitig von "England" oder "Great Britain" und "Europe" (im Sinne von entweder oder) gesprochen wird. Als ob England nicht Europa ist. Und nein, "Europe" ist nicht automatisch eine Abkürzung für Kontinentaleuropa. Aaaaargh. Blöder Nationalstolz.

So, die ganze Woche habe ich eigentlich damit verbracht, Freshers (also Erstjährler) zu angeln. Auf der Sports Fair haben wir potentiellen Wasserballern und Schwimmern erklärt, dass sie unbedingt Mitglied werden sollen, weil wir der beste Verein ganz Warwicks sind und wir hatten auch bereits unsere ersten Taster Sessions, in der die Neuen in unser Training reinschnuppern können. Die Jungs haben viele, viele neue Wasserballer bekommen, die meisten davon haben schon vorher irgendwo gespielt. Wir Mädels haben auch erstaunlich viele dazu bekommen, aber nur 2 haben vorher schon einmal Wasserball gespielt. Mal schaun, wie viele denn jetzt dabei bleiben. Auf der Societies Fair haben wir die Mathematiker ermutigt, in die Maths Society einzutreten (meine Werbung klang nach mehreren Stunden Werben wie vom Tonband oder auswendig gelernt) und haben die Geeks davon überzeugt, dass es bei uns viele Geeks gibt und sie sich wohl fühlen werden. Die Normalos haben wir davon überzeugt, dass wir nicht nur Geeks haben und sie sich wohl fühlen werden. Ha. Glücklicher Weise waren der TEDx- und der Mathestand direkt gegenüber, sodass ich mit meinem TEDx-T-Shirt die Matheflyer verteilt und dann später mit meinem Mathepullover die TEDx-Konferenz angepriesen habe. TEDx hat glücklicher Weise viele Leute interessiert - es ist sehr schwierig jemandem zu erklären, dass TED grandios ist, wenn er noch nie ein TED-Video geschaut hat - und wir kriegen hoffentlich noch viele weitere Bewerbungen von Leuten, die helfen wollen das Event zu organisieren. Natürlich ist TEDx Warwick mittlerweile so groß, dass wir die Ehre haben Teammitglieder unter vielen Bewerbern auszuwählen, unter anderem durch Interviews. Übrigens war TEDx Warwick 2009 die allererste TEDx-Konferenz auf der ganzen Welt! 2011 kommen zu uns unter anderem der berühmte Ökonom Tim Harford (Autor für die Financial Times und des Buches "The Undercover Economist") und Rory Sutherland (http://www.ted.com/talks/rory_sutherland_life_lessons_from_an_ad_man.html - klingt auf deutschen Untertitel direkt unter dem Video). Das heißt nicht, dass die anderen Redner weniger interessant sind! Im Prinzip gilt folgendes: Wer am 5. März 2011 noch nichts zu tun hat, wird einen brillianten Tag haben, wenn er nach Warwick kommt und sich von grandiosen Rednern von neuen Ideen und Forschungen erzählen lässt!

Es ist erstaunlich, wie viel Arbeit hinter einer eintägigen Konferenz mit etwa 800 Leuten im Publikum steckt. Ansonsten bin ich im Wasser oder arbeite an meinem Stundenplan. Komplett freie Modulauswahl bringt nämlich die Schwierigkeit des Entscheiden-müssens mit sich. Und außerdem sollte ich unbedingt mal weiter an meinen Bewerbungen für das Masterstudium arbeiten. Mal schauen, in welches Land mich das verschlagen wird.

Das Wetter ist erträglich: morgens nebelig, nachmittags sonnig. Außerdem muss ich unbedingt demnächst Lebensmittel einkaufen gehen; langsam ersticke ich an meinem Griesbrei. Ich fände es auch sehr hilfreich, wenn England jetzt endlich mal den Euro einführen könnte. Diese ganze Geldhin- und herschieberei kostet mich viel Zeit und Geld und Nerven. Ansonsten kann ich mich nicht beklagen, mir gehts wunderprächtig und ich wusel wie immer viel in der Weltgeschichte umher.

Seid alle gedrückt von mir!




June 27, 2010

Meine TED–Übersetzungen

http://www.ted.com/profiles/translations/id/286967


June 23, 2010

Fast…

... geschafft.


June 12, 2010

Wo ist denn das Ende?

Das erste, was ich nach der letzten Klausur machen werde, ist 20 Stunden zu schlafen. Mindestens. Dann steh ich auf, frühstücke und schlafe weitere 10 Stunden. Das ist der Masterplan.


May 26, 2010

L'idée vient en parlant.

German Bratwurst Chips

Hiermit wurden also die deutschen Bratwurst Chips getestet und für sehr eigenartig befunden. Die erfreuten Gesichter auf dem Foto sind daher nur gestellt und wir machen alles andere als Schleichwerbung für Walkers.

Alles interessante, was sich so in meinem Kopf angesammelt hat und ich hier verewigen wollte, ist in den vielen Mathekritzeleien untergegangen und wurde höchstwahrscheinlich mit der gestrigen Müllabfuhr entsorgt. Na ja, um ehrlich zu sein, habe ich am Anfang der Klausurenphase beschlossen, alle Matheschmierzettel aufzuheben, denn diese werden meine letzten sein (bevor ich dann nach dem Sommer in die schnöselige Warwick Business School umziehe) und im Falle, dass ich irgendwann mal meine Wände mit mathematischen Theorien und Beweisen tapezieren will, habe ich dann direkt genug Material dafür. Ich glaube, mathematische Kritzeleien sehen sehr schön aus für jemanden, der nichts damit anfangen kann.

Übermorgen schreibe ich die nächste Klausur und ich sollte gerade wohl alles andere tun als bloggen.

Die Sonne hat hier viel zu viel geschienen und es war sehr verlockend, draußen zu sitzen und Eis zu essen. Obwohl ich das nicht zu oft gemacht habe (denn draußen lernen ist schier unmöglich), habe ich einen hübschen Sonnenbrand bekommen. Nachdem ich eine Flasche AfterSun draufgekippt habe, bilde ich mir ein, dass es nun schon eher braun als rot ist.

Auf dem Campus gibt es jeden Mittag einen Riesengrill und der Bratwurst- und Steakgeruch zieht über alle lernenden Köpfe hinweg. Der Grill ist die Gemeinheit in Person.

Dieses Wochenende ist der Eurovision Song Contest. Owen ist der einzige im ganzen Land, der sich schon lange darauf freut und er lädt zu einem Grillfest ein, bei dem so viele verschiedene Nationen wie möglich vertreten sein sollen. Erstaunlicher Weise wird seiner Meinung nach Deutschland zweiter.

TEDx wächst. Ich weiß gar nicht, ob ich erzählt habe, dass ich nun einer von zwei TEDx Warwick Koordinatoren bin - je öfter ich das sage, desto mehr wird mir bewusst, dass ich die Verantwortung für die gesamte Veranstaltung trage und desto gruseliger wird es. Wir haben bereits Stuuuuuuunden damit verbracht, Bewerber für das Marketing-Team, Sponsoren-Team, Redner-Team, Logistik-Team und Designer-Team zu interviewen; haben schon einige Personalfragen gelöst und sind ganz aufgeregt zu sehen, wie das Team wächst. Wahnsinn, was für verschiedene Menschen es hier gibt - ich habe großen Spaß am interviewen und bin schon recht gut :)! Auch Wahnsinn, was für Ideen in den Köpfen der Leute rumschwirren. TEDx draußen auf dem Feld? Wie soll das bitte gehen? Andererseits: Straßenschilder auf dem Campus mit der Aufschrift "Ideen in Arbeit" - großartig! Falls es jemanden gibt, der Kontakt zu Firmen hat, die Interesse daran haben könnten TEDx Warwick 2011 zu sponsoren, dann bitte Bescheid sagen! Das hier ist die Website: http://www.tedxwarwick.com/ aber unser neuer Designer wird diesen Sommer an einer komplett neuen, interaktiveren, diskussionsanregenden und upgedateten Website arbeiten.

Dank Oma und Opas Paket bin ich jetzt erst mal wieder ausreichend mit Nahrungsmitteln versorgt und habe nun keinen Grund mehr, nicht zu lernen. Also dann mal los.

Alles Liebe aus der Ferne.


May 11, 2010

Nur so

http://mediathek.daserste.de/daserste/servlet/content/4372526?pageId=&moduleId=329478&categoryId=&goto=&show=

- Weltspiegel, "Großbritannien: Hilfe, eine Koalition!"


http://www.walkers.co.uk/flavourcup/#/choose-a-flavour/german-bratwurst-sausage

- German Bratwurst sausage Chips von Walkers - Teil der Sonderserie für die Fussball WM


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