October 16, 2005

Nochnoi dozor – Skuriles Endzeit–Kino mit russischer Seele

Hier mal wieder ein kleiner Kulturtipp von mir, denn ich kanns einfach nicht lassen, die Möglichkeiten des blogs ausnutzen zu wollen. :-)
An meinem freien Mittwoch habe ich kurzentschlossen die Nachmittagsvorstellung besucht, um endlich mitreden zu können, denn wir hingen mit dem Filmstart eine Woche hinter Euch her…
Und: es hat sich gelohnt!
Kurze Zusammenfassung: es handelt sich um den ersten Teil einer Trilogie. Erzählt wird die Geschichte des Kampfes zwischen den Mächten des Guten und den Mächten des Bösen, den Anderen, die in Form von mit besonderen Fähigkeiten ausgestatten Menschen unter uns leben. Vor tausend Jahren einigten sich beide Seiten, sich gegenseitig zu kontrollieren, indem die Mächte des Lichts die Nacht überwachen, und die Mächte der Finsternis den Tag. Nach einer Prophezeihung soll jedoch eines Tages der mächtige Auserwählte kommen, der mit seiner Entscheidung für Gut oder Böse das Gleichgewicht zerstören wird. Auf den Straßen des zeitgenössischen Moskau wird der Pakt gebrochen und der Endkampf beginnt…
Der Streifen ist mit Sicherheit nichts für jeden… Eine sehr skurile Handlung paart sich mit gebrochener Kameraführung und verfremdeten Bildern. Für fans visueller Effekte ist es eine wahre Freude zuzuschauen, und die ausschließlich russische Darstellerriege spielt sich mit einer Menge Mystik und Eigenwilligkeit die Seele aus dem Leib. Der Handlung kann man nur mit einiger Mühe folgen, zumindest bis man die Zusammenhänge verstanden hat. Schlafen is nich, dazu ist der Film viel zu spannend, bisweilen verwirrend, und immer skuril, angefangen beim Bild, den Charakteren, der Musik…
Konsequenterweise wird der zweite Teil sich mit den Geschöpfen der Finsternis beschäftigen, die über den Tag wachen, nachdem dieser erste Film in einer einzigen Nacht die Geschöpfe des Lichts am Werke zeigt.
Letztlich hervorzuheben blebt, dass wir hier eine genuin russische Produktion vor uns haben, mit für Hollywood lächerlichen 4 Millionen Euro der teuerste russische Film aller Zeiten. Den Vergleich braucht der Streifen allerdings nicht im geringsten zu fürchten.
Noch ein Tipp: Unbedingt im Original anschauen, mit Untertiteln. Da hier in Britain Synchronisationen fast nie nötig und deshalb unüblich sind, hatte ich ein originalsprachliches Vergnügen der ganz besonderen Art, das die Atmosphäre des Films erst so richtig rüberbringt…

- No comments Not publicly viewable


Add a comment

You are not allowed to comment on this entry as it has restricted commenting permissions.

October 2005

Mo Tu We Th Fr Sa Su
Sep |  Today  | Nov
               1 2
3 4 5 6 7 8 9
10 11 12 13 14 15 16
17 18 19 20 21 22 23
24 25 26 27 28 29 30
31                  

Search this blog

Tags

Most recent comments

  • I's been nice party to have 3 girls at home :D by jogurtas on this entry
  • Thanks für den kleinen Geschichtsunterricht… Dann bin ich mal gespannt was hier heute Abend in Glasg… by Apollo on this entry
  • Juhu! Ole lebt noch! Schön, daß wieder ein neuer Eintrag auf dem blog zu finden ist. Ganz, ganz lieb… by Silke on this entry
  • Auch von meiner Seite herzliche Glückwünsche. Du hast das gut hinbekommen mit dem Europagipfel und d… by Olli on this entry
  • Lieber Ole, es freut mich, daß die Bilanz des ersten Durchgangs so positiv ausgefallen ist. Auch wen… by Silke on this entry

Blog archive

Loading…
Not signed in
Sign in

Powered by BlogBuilder
© MMXIX