December 17, 2005

Klappe, die erste…

My dears,

in den letzten Wochen ging es rund um meine Ohren recht turbulent zu, und deshalb muss ich Euch jetzt ein paar "brandaktuelle" news nachreichen, sozusagen als kleinen vorweihnachtlichen Info-Gruß!

Erstmal ist ein kleiner Bericht zu ersten term fällig.
Jaja, genau richtig. Der erste term meines Auslandsjahres ist schon vorbei, und zwar bereits seit zwei Wochen! Nach genau zehn Wochen war am 3. Dezember letzter Schultag, den man (in diesem Fall ich) mit einer gelungenen seminar session zur mittelalterlichen Kirche ausklingen ließ. Und dann hieß es party und schlafen!

Bilanz der zehn Wochen: vier geschriebene essays, von denen die zwei bereits zurückbekommenen sich durchaus sehen lassen können. (Über die anderen beiden und die mit ihnen verbundenen Erwartungen möchte der Autor hier nicht sprechen, da sie im Wahn zwischen Dienstag und Freitag of week 10 entstanden sind…) Drei gehaltene Referate, die abgesehen von gelegentlichem, unverständlichem Rumgestotter und ganz eigenen Wortneuschöpfungen à la 'ungood', auch ganz gut gelaufen sind. Zwei geschriebene book reviews, obwohl mit book hier eher längere articles gemeint waren… Und zu guter Letzt: eine mehr oder weniger kontinuierliche Vorbereitung auf die seminars, die lediglich unter etwaigen kulturellen (meint: party) Beeinflussungen leiden musste… Ich bin mir noch nicht sicher, ob man sagen könnte, ich habe viel gelernt, denn schließlich sind die modules ja ganzjährig, und deswegen ist Verknüpfungsarbeit erst später zu erwarten, jedoch war einiges recht Interessantes dabei. Wenn Ihr mir die kleine Eitelkeit verzeihen wollt, bin ich doch recht zufrieden mit mir. Zeitmanagement ist zwarr wie immer und überall mein Prolem no. 1(einige von Euch dürften sich jetzt kräftig schlapplachen…)! Aber ich arbeite dran, und der Zeitdruck beim Arbeiten hier wirkt auch förderlich. Alles in allem sollte es hoffentlich im nächsten term besser werden.

Was denkt man nun über die ersten drei Monate in einem anderen Land? Zunächst: Klasse Uni! Klasse Haus! Nach wie vor fühle ich mich hier superwohl, eher mehr als am Anfang, und die Gegend, in der wir wohnen, ist einfach zum Verlieben! Klasse Freunde! Es ist doch sehr interessant, zu beobachten, wie das so läuft, wenn plötzlich so viele verschiedene Menschen, noch dazu aus verschiedenen Nationen, zusammenkommen. Am Anfang ist es superspannend, und man lernt praktisch jeden Tag viele neue Leute kennen. Und dann ganz langsam, ohne das man es merkt, bilden sich so Kontaktnetzwerke aus. Will heißen: unter dem Einfluss der Wohngegend und der Studienfächer lernt man sich eben kennen, und entscheidet sich recht schnell für die Leute, mit denen man mehr zu tun haben möchte. Et voilà: ein Freundeskreis. In einem solchen genieße ich nach zwei aufregenden Ferien-Wochen gerade die letzten Tage vor Weihnachten bevor die letzten morgen und übemorgen nach Hause fliegen. Alles in allem ist so ein Auslandsjahr unter Erasmus-Studenten doch eine recht kommunikative und aktivierende Angelegenheit. Man geht aus, geht auf (house-)parties und tanzen, man läd zum Essen ein und wird eingeladen, man trifft sich in den Freistunden, und vor allem grast man die Kulturlandschaft ab. Ich glaube, so viel wie in den letzten drei Monaten habe ich in den letzten vier Jahren nicht mehr gemacht. Und Freunde, heut Morgen hatte ich Theater- und Konzertprogramm für den nächsten term in der Hand: das war erst der Anfang…

Was bleibt also zu sagen? Ich fühle mich hier immer wohler, Einleben ist zwar immer noch im vollen Gange, aber das bezieht sich eher auf den großen Zusammenhang. Im Alltäglichen bin ich angekommen, vollständig! Mittlerweile ist es schwer geworden, leichtfertig die Frage abzutun, die einige unter Euch in einem bestimmten Kalender formuliert haben: Ob er jemals wiederkommt? Ich kann nicht leugnen, dass der Gedanke da ist!

Wenn Matteo am Montag geflogen ist, bin ich ganz allein hier, dann ist niemand mehr da, alle sind daheim. Zwar kommt ein Stück meiner Heimat (in Form meiner Mum) schon einen Tag später zu mir, aber das ändert nichts daran, dass ich Euch fürchterlich vermisse! Zwischenzeitlich war es schwer die Entscheidung aufrecht zu erhalten, nicht nach Hause zu fliegen, wenn alle darüber reden, wie sehr sie sich auf daheim freuen! Aber ich weiß ja, dass viele von Euch den Weg über den Kanal finden werden, und das macht mich wahnsinnig froh!

In diesem Sinne: ein großes Danke! an alle von Euch, denn Ihr unterstützt mich so sehr in dem was ich hier tue, you cannot imagine! Ich wünsche Euch allen ein besinnliches Weihnachtsfest im Kreise Eurer Lieben und umarme Euch fest!

Lots of love,
Euer Ole


- 2 comments by 0 or more people Not publicly viewable

  1. Silke

    Lieber Ole,

    es freut mich, daß die Bilanz des ersten Durchgangs so positiv ausgefallen ist. Auch wenn mich die Ankündigung Deinerseits, über einen noch längeren Aufenthalt im Land der Queen nachzudenken, etwas panisch macht.

    Es drückt Dich ganz fest
    Silke

    18 Dec 2005, 11:23

  2. Olli

    Auch von meiner Seite herzliche Glückwünsche. Du hast das gut hinbekommen mit dem Europagipfel und dem Britenrabatt! ;o) Gleich gehe ich erstmal in deiner Lieblingsmensa im Bispinghof essen und werde einen Ole-Gedächtnis-Eintopf verspeisen!

    Good Wood, ein schönes Weihnachtsfest und einen grandiosen Jahresbeginn wünscht dir der

    Lord of the Dance

    21 Dec 2005, 10:46


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