October 10, 2005

English clubbing for beginners – Lesson Two

My dears,

hier folgt die zweite Lektion in den Fertigkeiten des Ausgehens, Trinkens und Feierns auf dieser wundervollen Insel. :-)

Diese lesson fand diesmal in Nootingham statt, das wir ja am letzten Wochenende besucht haben.
Nachdem Rui (Ihr erinnert Euch, Luca's Freundin…) fantastische Japanese noodles with sea weed (Delicious!!!) gemacht hatte, hatten wir alle zwei doppelte Wodka. Und auf ging’s! (Es war übrigens halb acht…) Zunächst noch ein Subway-Sandwich, dann Bar Nummer 1. Ein kurzer Drink. Dann Bar Nummer 2, billig vortrinken. Hihi, vier doppelte Wodka und drei Wodka-Shots später, es war mittlerweile sage und schreibe 9pm, na, na? Richtig! Bar Nummer 3. Und was soll ich sagen? Es handelte sich um eine Kirche, called Pitcher’s and Piano.
Also, kurze Beschreibung: Ein neogotischer Sandsteinbau, wirklich groß, ich würde sagen 19. Jahrhundert, aber auf jeden Fall in jüngerer Vergangenheit erneuert. Wunderschöne Mosaik-Glasfenster. Von innen eine gewölbte, dunkle Holzkassetten-Decke, mit roten Schmucksteinen in den Schnittpunkten der Kassetten. Überall im Hauptschiff, den Seiten- und Querschiffen hängen dunkle (rote und violette) Stoffsegel mit Ausrichtung zum Scheitelpunkt der Decke. In Mittelschiff sind verschieden geformte Inseln mit Leder-Sofas und Tischen, in der Apsis ein knallrotes halbrundes Lederteil. Die Seitenschiffe sind mit Tischen und teurer Bestuhlung ausgestattet. In den Seitenschiffen sind ein erster und zweiter Stock eingezogen, die jeweils in der Vierung mit Brücken verbunden worden sind und an den Seiten bis an die Fenster gehen. Am Anfang und am Ende auf der rechten Seite jeweils Wendeltreppen. Auf jedem Floor Bars, unten die Hauptbar auf der Länge des ganzen linken Seitenschiffes. Alles vom Feinsten, ein halbes Spirituosen-Import-Lager. Auch alles recht teuer. Musik: DJ’s, jeden Abend wechselnde Musik, alles voller Leute! Gorgeous, gorgeous, gorgeous!!! Aufgrund der Örtlichkeit haben wir die Tanzplanung mal eben abgeschossen, und sind den ganzen Abend dort geblieben, will heißen, bis sie um 1:30 am zugemacht haben.

Nachdem sich Luca und Rui schon vorher verabschiedet hatten, standen wir nun zu fünft in der Kälte und überlegten, wo wir noch was trinken können, denn es war closing hour. Auf dem Weg Richtung Luca’s Wohnung kamen wir am Social vorbei, halb Bar, halb Nachtclub. Es war noch offen, und nachdem wir den Türschrank kräftig belabert hatten, ließ er uns noch rein, und wir hatten noch ein paar Drinks und eine kleine Tanzeinlage. Danach ging’s ins das Haus, aber nicht ins Bett, sondern zu Daniele und Joe in die Wohnung, wo es noch ein paar Slibowitz und ein paar Whiskey gab. Im Bett waren wir um halb fünf.

Bilanz des Abends: 8 doppelte Wodka, 2 Wodka-Shots, 4 doppelte Smirnoff Black Ice, 2 Whiskey und 2 Slibowitz, neue „Freunde“, die uns wohl bald in Coventry besuchen werden, eine Menge Spaß, … und den größten Schädel aller Zeiten, als ich nach fünf Stunden Schlaf von strahlendem Sonnenschein geweckt wurde, der durch das Fenster auf mein Gesicht fiel. :-) Und das nach einer Woche Wolken und Regen.
Ehrlich, mal abgesehen davon, dass ich kaum gerade laufen konnte Sonntag Morgen, fiel es mir echt schwer Englisch zu sprechen, es war eher like stotter, stotter – sabber sabber.
Nachdem die zwei (!) Aspirin ihre Wirkung aufgenommen hatten, machten wir uns auf den Weg in die Stadt, von der wir ja am Samstag aufgrund des Regens nicht viel gesehen hatten.

Und was haben wir gelernt?
1.) Das mit der Anpassung an englische Zeitvorstellungen von Nachtaktivitäten klappt schon ganz gut! Weiter so! (Zuhause weitersaufen kann man immer noch…)
2.) Die Kreativität englischer Spirituosen-Verkäufer ist unbegrenzt in Bezug auf das Entwickeln von Verkaufsstrategien (siehe Kirche…)
3.) Englische Männer tragen nur noch vintage denim jeans und Hemden, wenn sie was auf sich halten (Shirts sind out, besser noch ein Pullover über dem Hemd, egal wie heiß...)
4.) English girls gehen auch bei 20 Grad Minus in Mini-Mini-Mini-Skirts und Bikini-Oberteilen vor die Tür (denn sie frieren wirklich nicht… :-), siehe die Sache mit den 150 Kilo…)
5.) Es lohnt sich immer ein Versuch, die Türschränke zu belabern, einen noch reinzulassen (siehe Bedürfnisse englischer Spirituosen-Verkäufer…)
6.) Multi-Kulti ist in und bringt die Welt an einen Tisch!

In diesem Sinne: Cheers,
Euer Ole


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